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22. Juni 1940 - Waffenstillstand


Demütigung in Compiègne - Adolf Hitler wählte den Platz zur erneuten, symbolträchtigen Unterwerfung Frankreichs gezielt mit der Waldlichtung in Compiègne aus, um die so genannte Schmach von Compiègne vor Ort ein für alle Mal zu tilgen. 

 

17. Juni 1940 - Das französische Waffenstillstandsgesuch erreichte Hitler in seinem Führerhauptquartier und leitete das rasche Ende des Westfeldzuges ein. Aus deutscher Sicht wurde in wenigen Wochen das erreicht, was in opferreichen Jahren im Ersten Weltkrieg unmöglich war. Der verhasste Nachbar Frankreich war bezwungen. Wilhelm Keitel, Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, sagte unter dem Eindruck des Waffenstillstandsgesuchs zu Adolf Hitler: „Mein Führer, Sie sind der größte Feldherr aller Zeiten.” So wurde der Mythos der Unbesiegbarkeit der Deutschen Wehrmacht und seines Führers genährt.

 

19. Juni 1940 - Auf Befehl Hitlers öffneten deutsche Soldaten den Schutzbau vorsichtig zur Vorbereitung seines größten Triumphes. Der Waggon wurde mit Muskelkraft an die Stelle zurück geschoben, an der er bereits 1918 stand.

 

21.Juni 1940 - Hitler traf in der Gedenkstätte zur persönlichen Besichtigung ein [C6] und setzte sich danach auf den historischen Platz des Siegers. Zu Beginn der Verhandlungen verlas Generaloberst Keitel die Präambel zu den Waffenstillstandsbedingungen [C9]. Kurz danach stieg der Führer aus dem Waggon, schritt die Ehrenkompanie ab und verlies vorzeitig unter den Klängen des Deutschlandliedes den Verhandlungsort. 

Hitler befahl, dass nach Abschluss des Aktes der historische Waggon, der Gedenkstein und das Denkmal des „gallischen Triumphes„ unversehrt nach Berlin zu verbringen sind. Die Gedenkstätte sollte vernichtet und nur das Denkmal für Marschall Foch unversehrt erhalten bleiben. Warum tat er das wohl?

 

22. Juni 1940 - Der Abschluss und die Unterzeichnung des Waffenstillstandsvertrages zwischen dem Deutschen Reich und Frankreich erfolgte einen Tag später – ohne Adolf Hitler.

 

26. Juni 1940 - Der Waggon wurde für den Transport verladen und am Bahnhof eingegleist für die Weiterfahrt nach Berlin. 

 

16. Juli 1940 - Kurze Zeit später wurden die Gedenksteine abgebaut und das Foch Denkmal verhüllt.

 

21. Juli 1940 - Die durch Sprengungen zerstörte Gedenkstätte wurde beräumt. Marchal Foch blieb allein auf der Waldlichtung auf seinem Sockel zurück.  

 

(c) K.-P. Schambach


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