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1914 CWIL und 2419 D


CIWL - Diese Abkürzung steht für „Compagnie Internationale des Wagons-Lits“ [C1] oder auf Deutsch „Internationale Schlafwagen Gesellschaft“ (ISG). Sie wurde 1872 gegründet und war das älteste und größte europäische Unternehmen zum Betrieb von Schlaf- und Speisewagen. Ab 1881 führte sie zudem eigene Luxuszüge ein. Zu den bekanntesten Zügen zählen der Train Bleu und der Orient-Express. Über Europa hinaus war die CIWL auch in Afrika und Asien aktiv. 

Schlaf- und Speisewagen wurden von der CIWL den normalen Zügen der beteiligten Bahngesellschaften beigestellt. Einnahmequelle der CIWL waren die Zuschläge für die Schlafplätze sowie die Erträge des Restaurantbetriebs.

In den vornehmen Speisewagen der CIWL servierten Kellner Essen und Trinken in glänzenden Kristallgläsern, mit Silberbesteck und auf edelstem Porzellan. Vergleichbar mit einer Luxuskreuzfahrt durchquerten die Fahrgäste die Lande auf Schienen in Waggons mit edel vertäfelten Wänden, auf Teppichen zur Trittschall-ämmung und saßen auf Lederstühlen.

 

Saint-Denis - Die CIWL unterhielt sehr viele Werkstätten in ganz Europa und darüber hinaus. In der französischen Stadt Saint-Denis war eine Werkstatt für Reparaturen und den Waggonbau. 

 

20. Mai 1914 - Der Waggon mit der Nr. 2419 D wurde in dieser Werkstatt 1914 gebaut und mit 21 baugleichen Waggons für die CIWL ausgeliefert. Der Speisewagen war als solcher vom 4. Juni  bis 3. August 1914 fahrplanmäßig im Einsatz. Mit Kriegsbeginn stellte man den Waggon zunächst auf dem Bahnhof Champ de Mars – Tour Eiffel, später in Clichy ab. Im Juli 1915 lief er wieder zwischen Paris und Le Mans. Nach einer Revision in Saint-Denis 

wurde er weiter auf von Paris abgehenden Strecken verwendet.

 

Im Herbst 1918 zog die CIWL Direktion den Speisewagen zur Bildung eines Befehlszuges für den Generalstab von Marschall Foch heran und ließ ihn zuvor zu dessen rollenden Büro als Teil des Führungszugs umbauen. Der Waggon wurde in einen größeren und einen kleineren Besprechungsraum aufgeteilt. Der größere Raum erhielt einen 2,5 × 1,5 Meter großen Besprechungstisch. 

 

(c) K.-P. Schambach


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