Auf den nachfolgenden Seite möchte ich weitere Berichte und Forschungsarbeiten von mir veröffentlichen zu einem weiteren Hobby, dass sich mittlerweile als "Beifang" zur Jonastal-Forschung zum eigenständigen Schwerpunkt gemausert hat. Es handelt sich dabei in gewisser Weise um eine Art Flugzeugarchäologie mit dem, bisher unbekannte Flugzeugabsturzstellen zu finden und Wrackteile zu bergen - Suchen und Dokumentieren/
locate and document (LAD). Einige der Piloten gelten oft heute noch als vermisst - missing in action.
Initiator und Motivator für dieses Sachgebiet war der leider schon viel zu früh verstorbene, leidenschaftliche Wracksucher Matthias Leich aus Ohrdruf. An dieser Stelle soll ein früheres Zitat von Matthias gegenüber der Berliner Zeitung im Jahr 2002 stehen. In seiner Freizeit suchte er Kriegsgefallene in den Wäldern im Thüringer Wald: "...Ich kann den Mann doch nicht draußen liegen lassen… Es geht hier doch nicht nur um Wehrmachtssoldaten oder Amerikaner und Briten, nicht um Gute und Böse. Indem wir die Flugzeugwracks und die Leichenteile dort draußen in den Wäldern nicht unbeachtet verrotten lassen, geben wir den Opfern und der Geschichte auch ihre Würde zurück. Es sei einfach eine Aufgabe, die erledigt werden muss. Und ich mache das.“
Mittlerweile konnte Matthias das Schicksal vieler Opfer dokumentieren und ihnen ein Gesicht geben. Er hat sie aus der Anonymität des kalten Feldgrabes geholt. Überreste der Toten konnten oft geborgen werden an Absturzstellen, die sich durch tiefe Bodentrichter mit Wrackteilen abgestürzter Flugzeuge und verstreuten Skelettteilen abgeschossener Piloten und Crew-Mitglieder offenbaren.